cuatro mujeres en los cabos cuatro mujeres en los cabos

 

29. Mai 2008 

 

hallo schätze und schätzinnen! =) lange ist's her, ich weiss, vor lauter besuch hätte ich nebst allem anderen bald auch noch meinen allmonatlichen bericht vernachlässigt – aber nur fast, 29. mai, das zählt noch! irgendwie unlogisch, aber seit ich nicht mehr arbeite schreibe ich viel weniger mails. wenn ich mir am anfang noch sorgen machte wie ich das nicht-arbeiten wohl verkraften würde, dann liegt diese phase bereits hinter mir. aus der tonnenweise freien freizeit ist jedenfalls nichts geworden, ich komm nicht zu alldem, was ich täglich machen möchte, das schlagzeug liegt seit einigen wochen brach – also eigentlich liegt es eher alter, denn annina alter-matt spielt nicht, michi brach-er hingegen schon ;) – viele leute warten auf eine mail, einen telefonanruf oder den neusten bericht, zeit für mich finde ich zwischen manu zur arbeit fahren, einkaufen, putzen, kochen, deutsch unterrichten, stadttouren, sport, ausflügen, einkaufen, tanzen, strandleben und neuen garten geniessen auch kaum. ihr seht, ich bin hochbeschäftigt, und ja, ich geniesse es! im april kamen wie gesagt nadia und flo zu besuch, und da sie gerade am ersten tag meiner ferienphase landeten, konnte ich sie in vollen zügen geniessen, vom markt in die schlucht, vom stadtpark zur kathedrale, von zapopan nach tlaquepaque und von der einkaufstour wieder zurück nach hause jagen =). ihr zwei, herzlichen dank für die bereicherung unseres alltags und wir sehen uns schon bald in aarau.

 

als nächste besucherin kam emily, unsere freundin aus boston, die uns schon in der schweiz regelmässig besucht hatte, für drei wochen zu uns, eine woche nach ihrer ankunft dann yvonne. endlich wurde mir der vorteil unseres grossen, mexikanischen kühlschrankes bewusst, dann nämlich, als ich mit emily einen tag vor yvonnes ankunft vollbeladen vom markt nach hause kam und der kühlschrank bis unters dach vollgestopft wurde. als manu nach hause kam und vom vollen kühlschrank hörte freute er sich sehr, allerdings nur, bis er ihn öffnete... ich habe leider kein foto gemacht, aber ein single-fleischfresser-leben unter vier vegetarierinnen muss ziemlich schlimm sein... unter dem vielen gemüse und den leckeren früchten konnte mein mann nicht einmal mehr sein fleisch finden. =)

 

nun, was machen vier frauen, allesamt ohne arbeitsverpflichtung, in guadalajara? sie steigen ins nächste flugzeug und fahren an den strand!!! (natürlich nachdem wir das gemüse „zu boden gegessen“ hatten, klar). leute, wie waren sie herrlich, die 4 tage am strand in los cabos, baja california. unsere frauengemeinschaft funktionierte ausgezeichnet, wir hatten ein herrliches hotelzimmer direkt am strand – der allerdings ungeeignet war zum schwimmen, zu gefährlich der hohen wellen wegen, absolut genial hingegen für die surfer, die dann auch tag und nacht auf den brettern anzutreffen waren. wir genossen den pool, jakusi mit margarita, katamaran-bootstour mit schnorcheln und kajaken, jetski-fahren, strand und meer und natürlich unsere letzte nacht, in der wir wieder einmal nach herzenslust tanzen gingen. selbstverständlich haben wir auch euch alle nicht vergessen und viele fotos gemacht, damit ihr einen eindruck gewinnen könnt. beim jetski-fahren haben wir übrigens einen vermeintlichen hai gesehen, ich sah plötlich eine schwarze flosse aus dem wasser ragen, erschrak natürlich zuerst einmal und wollte dann schon auf dem jetski an den strand zurück jagen, um diesen räumen zu lassen und die welt zu retten, als mir auffiel, wie langsam sich der hai bewegte und wie regelmässig tief dieser schwimmen würde. man meint ja immer, den hai sähe man von weitem heranschwimmen, schön mit der rückenfinne nach oben, wie im film, dabei leben sie eher unter wasser als an der oberfläche... naja, jedenfalls bat ich yvonne nach dem ersten schrecken, mal ein bisschen näher heranzufahren, was sie nach einigem zögern dann tatsächlich wagte. nach einigem umrunden in sicherem abstand von 5metern tauchte dann plötzlich eine schnauze auf neben der vermeintlichen rückenflosse, spritzte wasser in die luft, atmete und tauchte wieder ab. unser hai war in wirklichkeit ein verspielter seehund, der auf der seite langsam vor sich hin trudelt und dabei eine seiner armflossen in die luft streckte! =)

 

zurück vom strand erwartete uns hier in guadalajara dann arbeit: vergangenen Sonntag sind wir umgezogen, allerdings so in die nähe, dass nicht das altbewährte bananankisten- , kofferpacken und automietsystem zum zuge kam, sondern ehereines à la kästchen öffnen, arme füllen, zwei häuser nach rechts gehen, entsprechendes kästchen öffnen und einräumen. wir wohnen noch am selben ort, nur im haus vier anstatt sechs, und der vorteil davon ist, dass wir jetzt stolze besitzer eines gartens sind. der garten ist nicht gross, allerdings gross genug für einen gartentisch mit stühlen, einen grill, hängematte, ein paar blumen und kräuter. es ist herrlich und wir können wohl zu recht behaupten, dass wir den garten in vollen zügen geniessen: zmorge im garten, zvieri im garten, znacht im garten, sönnele, anpflanzen, wässern und vor allem am abend bis in die nacht hinein plaudern. fehlt nur noch das indiaka, dieses werde ich dann von der schweiz bringen. für den elefanten reicht der platz dann wohl nicht mehr aus, allerdings hatte michi gestern nacht die geniale idee, dass ich stattdessen einen giraffen haben könnte, denn vor dem bürofenster, im ersten stock oben, ist ein grosser blumentrog, welchen wir dann zur futterkiste und tränke umfunktionieren könnten. und im falle von lust auf carne asada oder eine papaya könnte meine giraffe nur den langen hals zum nachbarsgarten hinüberstrecken und sich dort bedienen. was meint ihr?

 

langsam nähern sich nun abschiede, gestern haben wir emily zum flughafen gebracht, in einer woche geht yvonne zurück nach österreich - allerdings werden wir bald den maienzug-vorabend zusammen feiern in aarau, juhu!!! – dann fliege ich in die schweiz und 10 tage später kommt michi nach. Es wird enorm komisch sein, mal wieder ein leeres gästezimmer zu haben, aber das dauert jetzt noch eine weile und wird sich ab und zu sicher wieder mal füllen... und unterdessen geniesse ich mit meinem schatz unsere schöne zweisamkeit!

 

freunde und familie, ich komme am 19. Juni in der schweiz an und werde für fast einen monat dort verbringen. fliege am 14. Juli zurück zu manu, der leider nicht kommen wird. werde ihn aber so würdig ich kann vertreten... mein terminkalender ist noch leer, ich dachte eher an spontane planung, wenn aber jemand von euch lust auf ein treffen, einen kaffe, ein abendessen hat und nicht so viel freie zeit wie ich, dann schreibt mir doch kurz eine mail, so dass wir uns organisieren können. für em-spiele bin ich auch gerne zu haben, egal, welches bier ich dann trinken muss. =)

 

ihr lieben, wir sehen uns hoffentlich schon ganz bald, ich werde am einfachsten unter e-mail am erreichen sein (annina@altermatt.ch), evt. unter einer handynummer, die ich noch nicht kenne, und ab und zu sicher bei meinen eltern zu hause, unter der nummer 062 216 21 70.

 

umarme euch ganz herzlich und schicke euch viele sonnenstrahen aus guadalajara, wo wir unterdessen wirklich nur noch schwitzen und uns auf die bevorstehenden, heftigen regengüsse freuen.

 

wer neugierig auf lustige fotos ist: link1 und link2

annina